FAQ
Was sind eigentlich Partikel-Liquid-Animationen?
Eine Partikelanimation besteht aus sehr vielen einzelnen, winzigen Elementen – den Partikeln. Jeder einzelne Partikel ist simpel: ein Punkt, eine kleine Kugel, manchmal ein Sprite oder ein kleines 3D-Objekt. Das Spannende entsteht erst durch die Menge: Werden Tausende oder Millionen dieser Partikel nach physikalischen Regeln simuliert, entstehen komplexe, organische Bewegungen – Rauch, Funken, Staub, Explosionen, fließendes Wasser, wirbelnder Schnee und vieles mehr. Der Name kommt genau daher: Es wird buchstäblich mit Partikeln animiert, nicht mit klassisch von Hand animierten Objekten.
Praktisch jede 3D-Software bringt heute ein eigenes Partikelsystem mit, für aufwendige Simulationen haben sich aber einige Programme als Spezialwerkzeuge etabliert. Houdini von SideFX gilt branchenweit als Industriestandard für komplexe Simulationen – seine Stärke liegt in der prozeduralen Arbeitsweise, mit der sich Partikel, Flüssigkeiten, Rauch und Feuer bis ins letzte Detail steuern lassen. X-Particles von Insydium hat sich parallel dazu als eigener Standard etabliert, vor allem im Umfeld von Cinema 4D und inzwischen auch für Blender verfügbar. Und Cinema 4D selbst hat in den letzten Jahren ein eigenes, natives Partikelsystem bekommen, das für viele Anwendungsfälle völlig ausreicht, ohne auf ein Plugin angewiesen zu sein.
Und was ist dann eine Flüssigkeitssimulation? Fluid- bzw. Liquid-Simulationen sind im Kern nichts anderes als Partikelanimationen – nur mit anderen physikalischen Regeln. Während „klassische" Partikel oft nach den Prinzipien von Wind, Turbulenz oder Rauchverhalten berechnet werden, folgen die Partikel einer Fluid-Simulation den physikalischen Gesetzen von Wasser: Oberflächenspannung, Viskosität, wie sich Flüssigkeit beim Auftreffen verhält, wie sie sich sammelt und fließt. Am Ende werden diese Partikel zu einer zusammenhängenden Oberfläche vermescht, damit aus der Partikelwolke eine glaubwürdige, geschlossene Wasseroberfläche wird. Die Grenzen sind dabei fließend – im wahrsten Sinne: Rauch kann sich wie eine Flüssigkeit verhalten, Lava liegt irgendwo dazwischen.
Egal ob Funken, Staub, Rauch, Explosion oder realistisches Wasser – hinter all diesen Looks steckt dieselbe Grundtechnik: Partikelsimulation. Der Unterschied liegt in den physikalischen Regeln, nach denen die Partikel berechnet werden, und in der Software, mit der sie umgesetzt werden. Mit Houdini, X-Particles und dem nativen Cinema-4D-Partikelsystem decke ich alle drei relevanten Werkzeuge ab – je nachdem, was für dein Projekt am besten passt.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigen etwa meine Flüssigkeitssimulation aus 7 Millionen Partikeln, die Whitewater-Simulation mit dem Alien, der Crown Splash mit Houdini FLIP oder die wachsende Partikelform mit X-Particles.
Worin besteht der Unterschied zwischen Werbung und Content Creation?
Viele junge Creator, die heute Content für Instagram, TikTok oder YouTube produzieren, denken, sie würden etwas völlig Neues tun – etwas, das mit klassischer Werbung nichts mehr zu tun hat. Tatsächlich ist der Kern der Arbeit aber derselbe geblieben. Die Programme, mit denen früher klassische Werbespots für TV und Kino entstanden sind, sind genau dieselben, mit denen heute Content für Social Media gestaltet wird: Premiere für den Schnitt, After Effects für Animationen und Motion Graphics, 3D-Programme wie Cinema 4D oder Houdini für aufwendigere Gestaltung. Content Creation ist im Grunde Werbeproduktion mit einem anderen Namen und einem anderen Ausspielkanal.
Was sich wirklich verändert hat, ist das Format. Statt im klassischen Breitbild zu denken, muss heute oft im Hochformat (9:16) konzipiert werden, teilweise auch in 1:1 oder 4:5. Das verlangt eine andere visuelle Herangehensweise – Bildaufbau, Kamerawege und Schnitttempo müssen für das neue Format neu gedacht werden. Die handwerklichen Grundlagen und Werkzeuge dahinter bleiben aber dieselben.
Dazu sind inzwischen neue Werkzeuge hinzugekommen, etwa Online-Tools wie Canva oder der Einsatz von KI, die bestimmte Schritte vereinfachen oder beschleunigen können. Das ändert aber nichts am eigentlichen Prinzip: Gute Content-Produktion bedeutet nach wie vor, verschiedene Disziplinen – Video, 2D-Animation, 3D-Animation, VFX – gezielt miteinander zu kombinieren, um Filme zu gestalten, die am Ende ein Ziel verfolgen: ein Produkt oder eine Marke erfolgreich zu verkaufen.
Genau diese Kombination verschiedener Disziplinen ist mein Spezialgebiet. Bei mir laufen Video, 2D- und 3D-Animation sowie VFX unter einem Dach zusammen, sodass du für deine Content-Produktion nicht mehrere Spezialisten koordinieren musst. Das kann der komplette Film sein, von der Idee bis zum fertigen Schnitt, genauso gut aber auch einzelne Bausteine: ein Packshot, eine 3D-Animation oder ein Effekt, den ich zuliefere und der anschließend von jemand anderem in den finalen Schnitt eingebaut wird. So bleibst du flexibel, egal ob du ein Gesamtpaket suchst oder gezielt einzelne Elemente für dein Projekt brauchst.
Was kostet eine 3D-Animation, ein CGI-Produktvideo oder eine Fluid-Simulation?
Die Kosten einer 3D-Animation hängen vor allem von drei Faktoren ab: Länge, Komplexität und Detailgrad. Flüssigkeitssimulationen, Splash-Animationen, Rauch oder Partikel brauchen viel Rechenzeit und mehrere Durchläufe – oft entstehen etliche Previews, bis Form und Timing stimmen. Bis zum finalen Rendering stimmen wir uns dabei gemeinsam anhand sogenannter Flipbooks ab, also schneller Vorschau-Renderings der Simulation. Deshalb kann auch ein kurzer Clip von wenigen Sekunden mehrere Tage Arbeit bedeuten.
Für die reine Fluid-Simulation gelten in etwa folgende Richtwerte:
| Einfach | Medium | Komplex | |
|---|---|---|---|
| Setup-Pauschale | 2.000 € | 2.500 € | 3.000 € |
| 1 Sekunde | 2.100 € | 2.650 € | 3.200 € |
| 2 Sekunden | 2.200 € | 2.800 € | 3.400 € |
| 3 Sekunden | 2.300 € | 2.950 € | 3.600 € |
| 5 Sekunden | 2.500 € | 3.250 € | 4.000 € |
| 7 Sekunden | 2.700 € | 3.550 € | 4.400 € |
| 10 Sekunden | 3.000 € | 4.000 € | 5.000 € |
| Simulation | Eine Flüssigkeit, ein klarer Effekt (Pour, Splash, Crown Splash) | Flüssigkeit interagiert mit mehreren Objekten (Früchte, Eis, Nüsse) | Mehrere Flüssigkeiten oder Effekte kombiniert (z. B. Milch und Wasser, Whitewater, Rauch) |
| Enthalten | Setup, Simulation, Meshing, 2 Korrekturrunden | wie Einfach | wie Einfach, 3 Korrekturrunden |
Richtwerte für die reine Fluid-Simulation, alle Preise netto zzgl. MwSt. Jede Sekunden-Zeile ist ein Gesamtpreis inklusive Setup. Zusätzlich nach Aufwand wird berechnet: Szenenbau und 3D-Modelling, Kameraanimation, Shading, Licht und Rendering, Compositing und Farbkorrektur, weitere Formate, 4K und Express-Lieferung. Clips über 10 Sekunden kalkuliere ich individuell als VFX- bzw. Gesamtprojekt.
Für ein komplettes CGI-Produktvideo oder einen 3D-Werbefilm kommen Szenenbau, Kameraanimation, Rendering und Compositing dazu, ebenso zusätzliche Formate wie 16:9 für Web und TV und 9:16 für Instagram, Reels und TikTok. Schick mir am besten über das Kontaktformular eine kurze Beschreibung deines Projekts – dann bekommst du ein konkretes Angebot.
Was ist Fake Out of Home (FOOH) und wie entsteht so ein Video?
Fake Out of Home, kurz FOOH, sind CGI-Werbeclips, in denen Produkte scheinbar riesig im echten Stadtraum auftauchen – eine Sneaker-Box an einer Hausfassade, ein Getränk, das über eine Brücke fließt. In Wirklichkeit ist alles 3D-Animation, die per VFX in echte Videoaufnahmen integriert wird. FOOH-Videos laufen nicht auf Plakatwänden, sondern als Social-Media-Ads auf Instagram, TikTok und YouTube, wo sie durch den Wow-Effekt besonders oft geteilt werden.
Technisch steckt dahinter klassisches VFX: Die Kamerabewegung im Realfilm wird per Motion Tracking ausgelesen, das 3D-Objekt in Cinema 4D animiert und mit passendem Licht gerendert und schließlich per Compositing nahtlos ins Footage eingefügt. Ein Beispiel ist mein FOOH-Clip für Nike.
CGI oder Realdreh – wann lohnt sich ein 3D-Produktvideo?
Immer dann, wenn ein echter Dreh aufwendig, teuer oder schlicht unmöglich ist. Klassische Beispiele sind Flüssigkeiten in der Getränke-, Food- und Kosmetikwerbung: ein perfekter Splash um eine Dose, Schokolade, die in Zeitlupe über ein Produkt fließt, oder Milch, die eine Krone bildet. Real braucht das Highspeed-Kameras, viele Versuche und viel Aufräumen. Mit einer Fluid-Simulation lässt sich jede Bewegung exakt steuern und beliebig oft wiederholen.
Dazu kommt Flexibilität: Farben, Hintergründe und Kamerawinkel lassen sich nachträglich ändern, Produkte können per 3D-Produktvisualisierung gezeigt werden, bevor es überhaupt einen Prototyp gibt, und aus einer Szene entstehen mehrere Formate für Web, TV und Social Media.
Beispiele aus meinem Portfolio – Getränke: Pepsi Cola-Splash, Pepsi Breakdown mit X-Particles, VOSS Premium-Wasser, Whiskey-Splash, Kaffee aus der Espressomaschine.
Food und Süßwaren: Toffifee, Ehrmann Heidelbeer-Splash, Kirschen und Milch, Kirschen im Wasser, Schokolade zwischen Cookies, Orangen im Saft-Splash, Schoko-Eis.
Kosmetik und Pflege: LAB SERIES Wasser-Splash, La Roche-Posay Creme, grüner Kosmetik-Splash „Dramatic Design“.
Simulationen und Tests: Crown Splash mit Houdini FLIP, Whitewater mit Alien, Astronaut im Whitewater, Flüssigkeit aus 7 Millionen Partikeln, edle Flüssigkeit mit X-Particles, Flüssigkeitsanimation mit X-Particles.